Mercedes-Benz S-Klasse – Wie riecht maximales Wohlbefinden?

Es liegt in der Natur der Sache das ein Top-Modell einer Premium-Marke eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen hat. Wer „Mercedes-Benz“ sagt, der meint eine Mischung aus Komfort, Wertigkeit, Qualität und Sicherheit. Wer „Mercedes-Benz S-Klasse“ sagt, der meint damit die pure Form dieser vier Faktoren – die Essenz der Automobilen Oberklasse, die Spitze des Automobilbaus.  Der Markteintritt einer neuen Mercedes-Benz S-Klasse ist für die automobile Fachwelt immer ein besonderes Ereignis und seit „der Daimler“ den Schlachtruf: „Das Beste oder Nichts“ ausgegeben hat – wird jeder Schritt und jedes Modell mit besonderer Argwöhn beurteilt. Und der Generationen-Wechsel der S-Klasse macht hier keine Ausnahme – im Gegenteil.

Mercedes-Benz S-Klasse | Für alle Sinne

Im Netz schwirren die ersten enttarnten Fotos der neuen S-Klasse umher, doch noch halten sich die Stuttgarter bedeckt mit Informationen, wann und wo das neue Luxus-Modell der Schwaben öffentlich präsentiert wird.

Im November des letzten Jahres konnte ich mir bereits einen Eindruck über die neuen Assistenzsysteme der kommenden S-Klasse W222 verschaffen. Zum Teil sind diese Systeme  bereits mit dem Facelift der E-Klasse in der Businesswagen-Liga unterhalb des Luxusdampfers „S“ angekommen, aber ich vermute man hat in Stuttgart noch nicht alle Karten aufgedeckt – und warte daher gespannt auf die Premiere des neuen Schwaben-Flaggschiffes.

Bis es soweit ist, präsentieren die Mercedes-Mannen ein paar ausgewählte Features der neuen S-Klasse, vor einer begrenzten Anzahl von Journalisten.

Eine frische Brise

Wikipedia weiß zu berichten, dass der Mensch bis zu 10.000 Gerüche unterscheiden kann und für uns bedeutet dies, viel mehr als die Möglichkeit auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt den besten Glühweinstand zu finden. Der Mensch verbindet dutzende von unbewussten Ereignissen mit Gerüchen und ohne darüber nachzudenken werden wir beeinflusst von Erinnerungen an wohl riechende oder weniger gut riechende Ereignisse. Der Geruch einer Arztpraxis oder süßliches Parfum der ersten Freundin – wir verknüpfen Gerüche mit betont vielen Emotionen.

Was Mercedes-Benz für die neue S-Klasse präsentiert, geht über die simple Idee eines Duftbaumes hinaus. Auch das simple hinzustellen eines Parfum-Flacons ist für die Tüftler in Stuttgart nicht genug gewesen. Ein emotionaler Moment, dank ausgewählter, persönlicher, Düfte sollte geschaffen werden und dies am liebsten über einen langen Zeitraum.

Um diese besondere Form der emotionalen Erinnerungen zu wecken und ein Klima des „wohlfühlens“ zu gestalten, hat man im Handschuhfach der neuen S-Klasse einen Platz geschaffen, an dem der Besitzer einen speziellen Duft-Flakon platzieren kann.  Von hier wird sich die Beduftungs-Anlage (optional!) in Intervallen am Duftvorrat bedienen.

Zum Start weg wird es vier Düfte geben.   Aber auch leere Flakons, so das der Kunde seine eigenen Düfte ebenso verwenden kann.  Die Duftspender von Mercedes sollen jeweils für 12 Monate ausreichen.

Die Namen der vier Erstlings-Düfte mit dem Daimler-Stern sind: Nightlife Mood, Sports Mood, Downtown Mood und Freeside Moode. Ich würde gerne konkret beschreiben, wie diese Gerüche auf mich wirken, aber ich betreibe ja keinen Parfum-Blog, dafür gibt es andere: http://www.alzd.de/ – Doch soviel kann ich verraten: Von einer fruchtig, indischen Brise die den Hauch einer verwunschenen Waldlichtung transportiert, bis hin zu einer Welt aus Zitrusfrüchten, Metall und Neuwagenleder mit fast schon steril wirkender Techniknote reicht das aktuelle Angebot der Daimler-Düfte 🙂 Geile Sache, das.

Ein stiller Moment

Je leiser ein Auto im Alltag wirkt, desto edler wirkt es auch. Ein Fahrzeug das seine Insassen vor nervigen Geräuschen bewahrt, wirkt ebenso entspannend. Für Mercedes-Benz war es daher Ziel, die Quellen und Ursachen für Eigengeräusche der neuen Luxus-S-Klasse schon bei der Konstruktion auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Auto leise zu bekommen, indem man es mit Dämmstoffen zustopft ist nicht schwierig. Sorgt aber für massives Übergewicht des Fahrzeuges. Auch eine Möglichkeit ist die Verwendung von Gegenschall-Systemen auf Basis von HiFi-Hightech und Lautsprechern. Mercedes-Benz wollte aber nicht gegen die Geräusche arbeiten, sondern zielte in der Konstruktion darauf, bewusst Geräuschquellen von Anfang zu eliminieren.  In Zeiten der CO² Diskussion und steter Verbrauchsoptimierung macht dieser Weg mehr Sinn, anstelle Lärmquellen wegzudämmen oder mit Hightech zu beschallen.

Im Falle der S-Klasse hat man sich daher auf zwei Konzeptionelle Punkte konzentriert:

Schwingungen und Aerodynamik.

In aufwendigen Computer-Simulationen hat man mögliche Störquellen entdeckt und Lösungen dagegen gefunden. Vor allem im Bereich Aerodynamik will man extrem große Fortschritte gemacht haben. Denn wo sich der Wind nicht lange aufhalten muss, da entstehen erst gar keine Geräusche. Die neue S-Klasse soll mit einem famosen cW-Wert glänzen – leider wurde noch keine fixe Zahl genannt.

Ein aufregende Zeit

Während auf der einen Seite die störenden Schallquellen, mechanische-  und Windgeräusche minimiert wurden, hat man auf der anderen Seite für noch mehr Klang gesorgt. Ein Ballsaal auf vier Rädern – das soll die neue S-Klasse werden, für die Kunden, die ihre neue S-Klasse mit der optionalen Burmester-Soundanlage ausrüsten.

24 Lautsprecher – 1.540 Watt Leistung – 3 Prozessoren für den optimalen Klang und ein Frontbass-System, dass wie im neuen SL, Teile der Karosserie-Struktur für eine optimierte Klangentwicklung nutzt.

Die Demonstration dieser Soundanlage war umwerfend. Ein gnadenloses Beispiel dafür, wie man aus schnöden Schallwellen einen Konzertsaal imitiert. Dazu ein Kickbass der – ist man nicht darauf vorbereitet – akute Herzinfarkt-Gefahr auslösen kann. Zumindest wenn die Käufer der S-Klasse weiterhin so alt sind, wie ich dies derzeit erwarte.

Emotionen

Die S-Klasse war für viele Besitzer vermutlich auch bisher schon eine Art drittes Zuhause, mit der neuen Version wollen die Stuttgarter dieses Zuhause noch emotionaler, noch wertiger, noch liebevoller gestalten.

Die Details dich ich bislang erleben konnte, vermitteln mir das Gefühl – dieses Ziel könnte erreicht werden.

Ob die neue S-Klasse deshalb auch wieder zum „besten Auto der Welt“ wird, nun – da werden wir warten müssen, bis man in Stuttgart die Schleier endgültig lüftet. Aber die erste Duftmarke ist gesetzt!

Kleiner Diesel – große Träume – Honda CIVIC 1.6 I-DTEC

Das der neue HONDA Civic ein famoses Fahrzeug ist, dass habe ich in meinem Fahrbericht über den 2.2 Diesel mit 150 PS bereits geschrieben. Das man bei Honda verflixt zuverlässige Autos baut, das hat der ADAC zuletzt bestätigt und jetzt fehlt eigentlich nur ein wenig „Glück“ und Überzeugungsarbeit um in der schwer umkämpften Fahrzeugklasse der Kompaktwagen auf ordentliche und vor allem verdiente Stückzahlen zu kommen.

In Deutschland ist auch die Kompaktwagenklasse ein Fahrzeugmarkt in der man, mit mindestens, einem sparsamen Diesel vertreten sein muss – wer hier keinen sparsamen und zugleich potenten Diesel anbieten kann ist außen vor. Neben Potenz (2.2 150PS) hat man bei HONDA daher nun auch noch einen extrem sparsamen Diesel nachgelegt:

Earth Dreams Diesel im Honda CIVIC

Leicht muss der Dieselmotor sein, im Hubraum überschaubar, mit hervorragenden Werten in der innermotorischen Reibung gesegnet, mit Druck in allen Lebenslagen, aber sparsam im Verbrauch und vorbildlich in den CO²-Emissionen. Nur so wird aus einem kleinen nagelnden Antrieb ein Top-Seller. Ich glaube, bei HONDA – im übrigen der größte Motoren-Hersteller der Welt (Motorrad und Außenborder usw..) – hat man gerade einen wirklich guten Motor vorgestellt. Der neue 1.6 Diesel ist aber nur der Vorbote einer vollständig neuen Motoren-Generation und um zu bekräftigen wie ernst man es meint, hat man gleich noch einen netten Namen für die neue Generation der Turbo-Triebwerke gefunden: Earth Dreams. Nun – ich bin immer wieder erstaunt, wie phantasievoll die Hersteller bei der Findung neuer claims sind – will aber nicht darüber werten.

Der Motor des Honda Civic 1.6D im Detail:

Mit 1.6 Liter Hubraum kann man den neuen „Earth Dream“ Diesel bereits als eine „Downsizing“ Version im Kompaktwagen-Segment verstehen. Das große Geheimnis des Downsizing ist jedoch, den Spar-Effekt nicht durch Leistungsmangel zu erkaufen. Mit 120 PS gehört der neue Honda-Dieselmotor zu den Leistungsträgern im Kompaktwagen-Segment.

Der zugleich leichteste Motor seiner Klasse bringt es auf stolze 300 Nm Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen. Gegenüber des bekannten 150 PS starken 2.2 I-DTEC Diesel hat  man, auch dank  der Beibehaltung der Voll-Aluminium Bauweise und cleverer Details 47 Kilogramm eingespart!  Zugleich wurde die innere Reibung des Motors um 40 % gesenkt und liegt damit schon nahe dem Niveau eines modernen Benzinmotors.

Der Ladedruck des mit variabler Turbinen-Geometrie gesegneten Garrett-Turboladers liegt bei 1.5 bar und die Magnet-Ventile der Einspritzdüsen stäuben den Kraftstoff mit 1.800 bar in die Brennräume. Das Ergebnis der Anstrengungen ist Leistung und Effizienz in Übereinstimmung und damit ein CO²-Ausstoß von nur 94 Gramm je Kilometer ( im Basis-Modell) und ein Kraftstoffverbrauch von bescheidenen 3.6 Litern auf 100 km.

Das neue Sechsgang-Getriebe des Honda Civic 1.6D:

Keine halben Sachen. Der neue Motor hat auch gleich noch ein neues Getriebe bekommen. Noch immer sechs knackige Gänge die mit Präzision und kurzen Wegen bedient werden. Es macht richtig Laune mit dem kleinen Schaltknauf die kurzen Gassen zu durchwuseln. Das Schaltgetriebe könnte aus den Glanzzeiten der Bajuwaren-Marke mit dem blau-weißen Propeller stammen. Und ganz nebenbei wurde das Getriebe 7 Kilogramm leichter.

Wie sich der Honda Civic 1.6 Diesel fährt:

Knackig lässt sich das Getriebe schalten, der Motor fängt bei 1.500 Umdrehungen an zu schieben und läuft geschmeidig über die 3.000 Umdrehungen. Viel weiter muss man den kleinen Diesel im Alltag nicht drehen. Unverändert gut: Die Lenkung und das sensible Gefühl für die Kurven. Der Civic ist ein Auto für Menschen die mit Spaß beim Auto fahren sind. Die Abstufung der Gänge passt zum neuen 1.6 I-DTEC Diesel und dank einer „active noise cancelling“ Technik, die den Innenraum durch Gegenschall „ruhig“ hält, wird die Ausfahrt zu einem Erlebnis der perfekten Art. Mensch und Maschine arbeiten in diesem Fahrzeug perfekt zusammen. Auf meiner Testfahrt durch die See-Alpen rund um Nizza habe ich einen Verbrauch von 5.6 Litern ausgefahren, was in Anbetracht der Streckenwahl perfekt ist. Es gibt im übrigen noch ein paar neue Details für den 2013er Jahrgang des Civic, auf diese werde ich aber in einem gesonderten Beitrag noch eingehen.

Was fehlt dem Honda Civic 1.6 Diesel?

Dem Civic fehlt derzeit ganz klar der Verkaufserfolg. Das jedoch liegt nicht daran, dass man bei Honda etwas falsch gemacht hat. Die Magic-Seats in der zweiten Reihe sind einzigartig, die Verarbeitung auf dem Niveau der Premium-Hersteller, die Materialwahl im Innenraum ausgezeichnet und mit dem neuen Diesel und dem knackigen Schaltgetriebe ist auch auf diesem Feld nicht unterlassen worden!

Mein Fazit zum Honda Civic 1.6 Diesel:

„Es ist uns wichtig, dass es Spaß macht, unsere Autos zu fahren.“ Dieses Zitat stammt von Suehiro Hasshi, dem Entwicklungsleiter des Honda Civic 1.6 i-DTEC und damit sagt dieser Mann ein paar kluge Worte. Autos müssen nicht nur sinnvoll sein, praktisch, nützlich, sparsam, Umwelt- und Sozialverträglich. Autos müssen vor allen Dingen Spass machen, beim fahren, beim täglichen Betrieb.

Der neue 1.6 I-DTEC mit 120 PS hat ganz klar das Zeug zum Volumen-Modell, wenn Honda den richtigen Preis an das Fahrzeug schreibt. Derzeit ist die Rede von knapp über 20.000 € – der genaue Preis ist noch nicht bekannt.

Am Ende kann ich aber sagen, dass der kleine Diesel traumhaft zu fahren ist, ob das mit Earth Dreams gemeint war?

Winterprofis KUNGS aus Finnland glänzen im TCS Eiskratzertest

Besonders in der Alpenregion, wo viel Schnee, Eis und Frost die Sicht behindert ist die Wahl des richtigen Autowinterzubehörs, wie Eiskratzer, Schneebesen & Co von großer Bedeutung.
Die Eiskratzer von KUNGS werden in Kokemäki, Finnland entwickelt und hergestellt und sind im Land der extremsten Winter Europas seit über zehn Jahren in den Fuß- und Kofferräumen der meisten Fahrzeuge zuhause – und garantieren, dass auch bei eisigen Temperaturen keine frostige Stimmung entsteht.

Alle Produkte werden mehrfach im eigenen Testlabor des finnischen Unternehmens Sinituote erprobt und auf Beständigkeit unter unter Einfluss von Kälte, UV-Strahlung und sogar Hitze getestet. 10.000 Einsätze auf einer Stahloberfläche musste beispielsweise der Mid-Is, ein Eiskratzer aus Polycarbonat mit drei Schaberkanten, überstehen, bevor er in Masse produziert wurde.

Kein Wunder also, dass die „Finnen“ den aktuellen Eiskratzertest des Touring Club Schweiz (TCS) vom 8. Januar 2013 mit Bravur bestanden haben. In einem aufwendigen Praxistest in den Schweizer Bergen http://www.tcs.ch/de/test-sicherheit/testberichte/auto-zubehoer-technik/eiskratzer.php wurden zehn verschiedene Modelle eingehend auf die Kriterien Ausstattung, Effektivität, Handhabung, Sicherheit und Qualität geprüft.

Der Max-is Schneebesen mit Eiskratzer von KUNGS überzeugte dabei souverän in allen Kategorien und wurde mit einem „sehr empfehlenswert“ ausgezeichnet. Neben Qualität und Sicherheit wurde auch die Effektivität des Produkts als überdurchschnittlich gut beurteilt. Der TCS bestätigt, dass  bei den Produkten mit integriertem Schneebesen der  KUNGS überzeugt hat. Dank flexibler Klingen arbeitet er sehr effektiv und wurden deshalb mit vier von fünf Sternen bewertet.

Die Winterprofis von KUNGS aus Finnland raten daher bei winterlichen Touren mit dem Auto stets das passende Werkzeug an Bord des Fahrzeugs dabei zu haben. Zur Basisausstattung sollte da unbedingt ein Kombiprodukt mit einem starken Eiskratzer und einem robusten, aber weichem Schneebesen gehören.


	

Angefahren: Der neue Subaru Forester

Raus aus der Stadt, rein in den Matsch.

Der neue Forester von Subaru im ersten Fahrbericht

Es ist die vierte Generation eines SUV, der in Deutschland eine ganz spezielle Fangemeinde besitzt. Neben dem neuen Heißsporn BRZ und der Rallye-Legende Impreza WRX STI, spielt der Forester die Rolle des zuverlässigen und sicheren Offroad-Kombis im Hause Subaru. Ab dem 23. März steht der neue Forester beim Händler.

Zeit für einen kleinen Ausflug, raus aus der Stadt – hinein in den Matsch der Heide.

Ganz egal ob auf dem Asphaltband oder im Gelände, die Besitzer eines Forester erwarten eine souveräne Verlässlichkeit ihrer Technik und dass auf jedem Untergrund. Damit ich mich von den Fähigkeiten der vierten Forester-Generation überzeugen konnte führte die Route aus dem Hamburger-Stadtgebiet hinaus, auf das Offroad-Gelände des ADAC in Lüneburg. Dank leichtem Schneefall und bewölktem Himmel gab es an diesem Tag genug Matsch – much fun!

Was ist neu, am Subaru Forester?

Fünf Sterne im EURO-NCAP Crashtest, für einen Subaru keine Überraschung – das muss so sein, dass erwarten auch die Kunden. Durch neue hochfeste Stähle wurde nicht nur die Sicherheit des Forester gesteigert, sondern auch das Gewicht gesenkt.

Wer von seinem Produkt überzeugt ist, der kann dies durch eine lange Garantie unterstreichen. Der Importeur Subaru bietet seit dem ersten Januar nicht nur für den Forester, sondern auch für alle anderen Modelle,  eine Garantie über fünf Jahre oder bis zu 160.000 Kilometer an. Im Gegensatz zum aktuellen Trend in der Automobilindustrie, ist der neue Allradler von Subaru nur wenig gewachsen. Der Radstand wuchs um 2,5 Zentimeter und das gesamte Fahrzeug ist nun 4,595 Meter lang. Die Bodenfreiheit wurde gegenüber dem Vorgänger um einen halben Zentimeter erhöht. Alles keine Zahlen, die mir Angst davor machen müssten, der Forester wäre in der Stadt unhandlich geworden. Er bleibt ein sehr übersichtlicher Begleiter. Und mit dem 505 Liter großen Kofferraum auch ein Kumpel für die Einkaufstour am Samstag.

Das Design ist jedoch auch weiterhin eher bieder und bietet zugleich fast altmodisch steile Fensterflächen. Davon profitieren kann jedoch der gesamte Innenraum, der noch immer luftige und großzügig wirkt.

Allradantrieb muss sein.

Ein Experte für Allradantrieb – wie eben Subaru – legt natürlich viel Wert auf eine beständige Entwicklung des Vierradantriebs. Neu ist eine X-Mode getaufte und für den Fahrer simpel gehaltene Technik, die den Allradantrieb für den Einsatz auf matschigen und unwegsamen Pfaden einstellt. Betätigt man den Knopf für den X-Mode, dann stellen sich der Antriebsstrang, die Kraftverteilung per Torque Split, das stufenlose Getriebe und das Stabilitätsystem des Forester auf die bevorstehende Offroad-Tour ein. Hierzu gehört unter anderem auch die Fähigkeit, Bergab zu kriechen, ohne dass der Fahrer hierbei das Bremspedal berührt.

Active Torque Split nennt Subaru ein cleveres Steuersystem für die Verteilung der Antriebskräfte zwischen den Vorder- und Hinterrädern. Neben einem Differential zur Verteilung der Kräfte in der Mitte zwischen Vorder- und Hinterachse, nutzt der X-Mode die Wirkung des Bremseneingriffes am Rad das durchzudrehen droht, um die Kraft auf die andere Seite zu schicken.

Der Turbo ist wieder da!

In den 16 Jahren, in denen der Forester in seinen unterschiedlichen Generationen in Deutschland auf dem Markt war, gab es Zeiten, da hatte man auf die Leistungsspritze durch eine Turboaufladung verzichtet. In der nun vierten Generation gibt es wieder eine Top-Motorisierung mit Turboaufladung.  Subaru wäre nicht der Technik-Extrovertierte Hersteller, der er nun einmal ist, würden nicht immer noch alle Motoren auf das Prinzip des „Boxers“ aufbauen. Flach und kurz im Aufbau, seidenweich durch das Drehzahlband huschend, grummeln die Vierzylinder-Boxer von Subaru ein einzigartiges Motorengeräusch vor sich hin. Im neuen Forester gibt es derzeit drei Motoren. Den zwei Liter großen Saugmotor mit 150 PS, den einzigartigen Zweiliter großen Boxerdiesel mit 147 PS und den aktuellen Top-Motor mit 240 PS.

Derart aufgepumpt erreicht der Forester 2.0XT dank seiner 240 PS und seiner 350 Nm eine Höchstgeschwindigkeit von 221 km/h. die Beschleunigung von null auf einhundert km/h legt der stärkste Forester in 7,5 Sekunden zurück.

Stufenlos glücklicher.

Subaru nennt die stufenlose Automatik Lineartronic und wer auf den starken 2.0 XT setzt, der bekommt nur diese Getriebevariante angeboten. Wer den Basis-Boxer wählt, der steht immerhin vor der Wahl – ob Sechsgang-Getriebe, oder stufenlose CVT-Automatik. Für den potenten Diesel-Boxer bietet Subaru hingegen nur die manuelle Sechsgang-Schaltbox an.

Theoretisch ist die stufenlose Automatik durch ihre voll variable Abstufung und die üblicherweise hohe Spreizung nicht nur eine effiziente, sondern auch komfortable Getriebevariante. Doch nicht immer ist, was sinnvoll erscheint, auch im Alltag angenehm und so ist der Erfolg der stufenlosen Getriebe auf unserem Markt noch kein Durchbruch zu bescheinigen. Doch gerade die japanischen Hersteller bleiben der CVT treu und im Falle der „Lineartronic“ bei Subaru hat man nun eine art „normales“ Automatikgetriebe imitiert. Subaru nennt es „Subaru Intelligent Drive“ und per Schalter am Lenkrad kann man zwischen der normalen Funktionsweise und einer imitierten Sechs- bzw. im Sport#-Modus über eine Acht-Gangautomatik wählen.

Abgesehen vom nervigen „Ping“ (ja, auch das ist typisch japanisch … ) funktioniert diese Variante der Beeinflussung sehr gut. Mit acht virtuellen Gängen verabschiedet sich die CVT vom heulenden Betrieb bei Vollgas und wird zu einer akzeptablen, bis cleveren Lösung.

Mein erster Eindruck:

Ein sehr japanisches Auto. Auch dieser Forester von Subaru vermittelt viel von dem, was ich als „typisch japanisch“ im automobilbau bezeichne. Perfekt in der Technik. Zuverlässig wie eine Schweizer Uhr und mit der emotionalen Wirkung eines weiß gekachelten Duschraumes. Es fehlt die Liebe im Detail. Es wirkt alles einfach nur pragmatisch.

Sicher, der Forester ist wieder ein perfektes Auto geworden für Menschen, die ein Auto kaufen, dass schlicht funktionieren soll. Ein Auto dass angemessen erscheint, wenn es zur Jagd in den Wald geht. Ein Zugfahrzeug für den Pferdehänger. Ein praktischer Kombi für die ganze Familie. Der Forester ist  die pure re-Inkarnation des Funktionsfahrzeuges.

Die Windgeräusche auf der Autobahn sind bereits bei Tempo 160 so laut, dass man gar nicht erst in Gefahr läuft, den durstigen Zweiliter-Boxermotor mit Turboaufladung zu wilden Trink-Eskapaden heraus zu fordern – klar – das dieser Kombi mit seinen steilen Scheiben und dem wuchtigen Aufbau nicht zur wilden Jagd über die Autobahn gebaut wurde, dass erkennen auch Menschen mit weniger Benzin im Blut.

Er ist einfach praktisch und solide. Und er fährt auch dann noch über Stock und Stein, wenn die gesamte Gilde der Lifestyle-SUV schon lange, um Traktion winselnd, die Ölwanne durch das Bodenblech gedrückt haben.

Wie ihn der Hersteller beschreibt:

Confidence in Motion

Der Forester bietet ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten sowie ein hohes Maß an Fahrkomfort und Verlässlichkeit bei unterschiedlichsten Straßenverhältnissen.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist: 

  1. Die stufenlose Automatik wurde grundlegend überarbeitet und vor allem im Zusammenspiel mit dem kraftvollen zwei Liter Boxer-Turbomotor kann man selbst als „Nicht CVT-Fan“ mit der Arbeitsweise gut leben. Zudem ist die  „Subaru-Intelligent Drive“ getaufte virtuelle Darstellung von bis zu acht Gängen gut geglückt!
  2. Das Innenraumgefühl ist für diese Klasse besonders gut gelungen. Steile Scheiben und eine aufrechte Sitzposition führen zu einem Gefühl von Weite im Raum und zugleich fördert es die Übersicht des SUV.
  3. Simpler Allradantrieb mit effektiver Wirkung. Ein Knopf ist alles was die Automatik-Modelle benötigen, um auch unter widrigen Bedingungen noch vorwärts zu kommen. X-Mode vereinfacht die Bedienung des Allradsystems.

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

Der Forester ist ein Fahrzeug für Pragmatiker. Ein Auto für Menschen die auch abseits von Feldwegen nicht stecken bleiben wollen. Er verkörpert den Nutzen eines Arbeitsgerätes mit der simplen Bedienung eines modernen SUV.

Worin sind die Mitbewerber besser?

Die Windgeräusche oberhalb von 130 km/h sind enorm und der Durst des 240 PS Turbo-Aggregates ist ebenso beeindruckend. Es fehlen moderne Assistenzsysteme und eine Hybrid-Variante. Hier haben die direkten Mitbewerber mehr Auswahl zu bieten.

Faktenlage:

  • Der neue Forester startet am 23. März
  • 2 Benziner und 1 Diesel stehen zur Wahl
  • Der Allradantrieb bleibt effektiv
  • Fünf Sterne im NCAP-Crashtest stehen für die Sicherheit des Forester
  • Nur der 2.0 Saugbenziner ist mit Start & Stop ausgerüstet
  • 28.900 € werden für den günstigsten Forester fällig

Fazit – Der neue Forester ist …

.. noch immer ein extrem zweckdienlicher Begleiter ohne jede Art von Star-Allüren. Dennoch bleibt auch der große Subaru eine Lösung für die Nische auf dem Markt der Neuwagen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist eine betont technische Qualität und die Umsetzung von eher ungewöhnlichen Lösungen, wie dem Boxermotor und dem symetrischen Aufbau des Allradantriebs.

Pragmatiker werden sich am völlig fehlen eines Premiumanspruchs nicht stören – der boomende Markt der SUV-Modelle bietet eine Nische für Fahrzeuge wie den neuen Forester.